Salon mit dem Botschafter von Ungarn, S.E. Dr. Péter Györkös am 27.10.2016

Auf Einladung des Mannheimer Bundestagsabgeordneter Nikolas Löbel in Kooperation mit dem französischen Honorarkonsul Folker Zöller sowie Johann W. Wagner, Geschäftsführer der m:con – mannheim:congress GmbH, fand am 27.10.2016 der vierte Salon Diplomatique et Economique im Restaurant „Le Comptoir 17“ statt. Dieser „table ronde“ bringt in regelmäßigen Abständen Diplomatie und Wirtschaft in der Metropolregion Rhein-Neckar zusammen. Als Ehrengast war der ungarische Botschafter, S. E. Dr. Peter Györkös, zu Gast.

In seiner Begrüßung betonte m:con Geschäftsführer Johann W. Wagner die besondere Beziehung zwischen Ungarn und Deutschland. „Eine oft vergessene Tatsache und doch ein Meilenstein in der Deutschen Geschichte ist, dass Ungarn den Weg zur deutschen Wiedervereinigung ebnete.“, so Wagner. Am 10. September 1989 öffnete Ungarn seine Grenzen zu Österreich, damit die Bürger aus der DDR in die BRD ausreisen konnten. Auch Nikolas Löbel wies auf den europäischen Gedanken und die engen wirtschaftlichen und kulturellen Verbindungen zwischen Deutschland und Ungarn hin: Viele deutsche Firmen, insbesondere aus dem Mittelstand, seien in Ungarn stark vertreten.

In seiner Ansprache ergänzte der Botschafter, dass über ein Drittel der in Ungarn aktiven deutschen Großunternehmen aus Baden-Württemberg kommen. Auch er unterstrich die historische Verbindung der beiden Länder. Er war 1988 bis 1991 Deutschlandreferent im Außenministerium Ungarns in Budapest, schrieb sogar seine Dissertation über die deutsche Wiedervereinigung unter ungarischer Beteiligung.

„Ungarn ist nicht nur ein sicherer Partner der Außengrenzen, sondern auch ein zuverlässiger Partner in der Innovationsfähigkeit der EU“, so Györkös. Er zeigte sich begeistert vom Besuch der Mannheimer Gründerzentren am Vormittag und bezeichnete die Quadratestadt als „fortschrittlichen Standort vor allem im Bereich Digitalisierung.“

Prof. Achim Weizel gab das Lob zurück und unterstrich die wissenschaftliche Vorreiterrolle Ungarns: „Der Fortschritt der Medizin kommt aus Ungarn.“, nahm der Mannheimer Stadtrat Bezug auf den ungarischen Arzt Ignaz Semmelweis, der erstmals das Kindbettfieber auf mangelnde Hygiene bei Ärzten und Krankenhauspersonal zurückführte und sich um einheitliche Hygienevorschriften bemühte.

Wagner zeigte sich erfreut, die freundschaftliche Tradition im Rahmen des Salon Diplomatique et Economique gemeinsam fortsetzen zu können: „Nur durch die gemeinsame Zusammenarbeit und den gegenseitigen Erfahrungsaustausch kann man auch in Zukunft erfolgreiche Konzepte entwickeln und voneinander lernen.“

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