Besuch der Albanischen Botschafterin Adia Sakiqi in Mannheim

Vom 17. bis 19. Februar 2025 war die albanische Botschafterin Adia Sakiqi in Mannheim zu Gast, eingeladen vom Salon Diplomatique. Dieser Besuch stellte nicht nur ein bedeutendes diplomatisches Ereignis dar, sondern bot auch eine wertvolle Gelegenheit zur Stärkung der bilateralen Beziehungen zwischen Albanien und Deutschland. Das sorgfältig gestaltete Programm umfasste sowohl kulturelle als auch politische Begegnungen, die die vielfältigen Möglichkeiten einer zukünftigen Zusammenarbeit beleuchteten.

Ankunft und erste Eindrücke

Die Botschafterin traf am 18. Februar mittags in Mannheim ein und wurde herzlich empfangen. Ihr erster Stopp war die Kunsthalle Mannheim, wo sie sich von den Exponaten und der kreativen Atmosphäre inspirieren ließ. Die Kunsthalle, bekannt für ihre innovative Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst, bot der Botschafterin einen tiefen Einblick in die Kultur der Stadt und die kreative Szene Deutschlands. Adia Sakiqi zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt und Qualität der Ausstellungen und betonte, wie wichtig kulturelle Austauschprogramme für das gegenseitige Verständnis sind. Empfangen wurde sie in der Kunsthalle von deren Direktor, Johan Holten. Begleitet wurde sie seitens des Salons Diplomatique u.a. von dessen Präsident, Helmut Augustin, sowie Koleta Ejlli. Der Schwerpunkt lag auf einer Führung durch die Ausstellung „Neue Sachlichkeit“.

Koleta Ejlli: Die Brückenbauerin

Ein wesentlicher Bestandteil des Besuchs war Koleta Ejlli, ein Mitglied des Salon Diplomatique , die sich leidenschaftlich für die Förderung der albanischen Kultur und die Stärkung der Beziehungen zwischen Deutschland und Albanien einsetzt. Frau Ejlli spielte eine zentrale Rolle bei der Organisation dieses Besuchs und sorgte dafür, dass die Botschafterin in Mannheim willkommen geheißen wurde. Ihr Engagement und ihre Expertise ermöglichten es, ein Programm zu gestalten, das sowohl informative als auch persönliche Begegnungen beinhaltete.

Ein Abend der Begegnungen

Am Abend fand ein exklusives Abendessen mit einem kleinen Kreis von zwölf Personen statt. In diesem intimen Setting konnten die Gäste persönliche Gespräche mit der Botschafterin führen und mehr über die albanische Kultur, die aktuellen politischen Entwicklungen sowie die Herausforderungen und Chancen für Albanien im Kontext der EU-Integration erfahren. Koleta Ejlli moderierte einige der Gespräche und sorgte dafür, dass die Themen sowohl für die Botschafterin als auch für die Gäste von Interesse waren.

Wirtschaftliche Gespräche und institutionelle Besuche

Der 19. Februar begann mit einem Besuch der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Mannheim. In Begleitung des Präsidenten des Salon Diplomatique Helmut Augustin, traf sich Adia Sakiqi mit dem IHK-Präsidenten Manfred Schnabel, um über wirtschaftliche Kooperationen und Handelsmöglichkeiten zwischen Albanien und Deutschland zu diskutieren. Die IHK spielt eine entscheidende Rolle bei der Förderung von Geschäftsbeziehungen und der Unterstützung von Unternehmen, die in den albanischen Markt eintreten möchten. Koleta Ejlli, die als Brücke zwischen den Kulturen agiert, war ebenfalls anwesend und brachte ihre Perspektive als Juristin mit albanischem Hintergrund ein.

Im Anschluss an das Treffen gab es ein gemeinsames Mittagessen, das den Austausch in einem informellen Rahmen fortsetzte. Die Botschafterin unterstrich die Bedeutung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern und die Möglichkeiten für deutsche Unternehmen, in Albanien zu investieren.

Nach dem Mittagessen besuchte Sakiqi die Ausstellung „In her Kitchen“ in den Reiss-Engelhorn-Museen. Diese Ausstellung thematisierte die Rolle der Küche in verschiedenen Kulturen und bot einen weiteren Rahmen für den interkulturellen Dialog.

Akademischer Austausch und Vorträge

Ein weiterer Höhepunkt ihres Besuchs war der Austausch mit dem Rektor der Universität Mannheim, Professor Dr. Thomas Fetzer. In einem konstruktiven Gespräch wurden Möglichkeiten für akademische Kooperationen und Austauschprogramme zwischen albanischen und deutschen Universitäten erörtert. Koleta Ejlli, die auch in akademischen Kreisen gut vernetzt ist, trug zu diesem Dialog bei und stellte Verbindungen her, die für zukünftige Initiativen von Bedeutung sein könnten.

Anschließend hielt die Botschafterin einen Vortrag vor Studierenden, der vom Salon Diplomatique und AYO – Albanian Youth Organization e.V. organisiert wurde. Sie sprach über die Bedeutung von Bildung und Zusammenarbeit für die europäische Integration und ermutigte die Studierenden, sich aktiv an diesem Prozess zu beteiligen. Ihr Engagement und ihre Leidenschaft für die Themen Bildung und Zusammenarbeit inspirierte viele der anwesenden Studierenden.

Galaabend mit über 80 Gästen

Der Abend endete mit einem großen Empfang im Festsaal des Radisson BLU Hotels, bei dem über 80 Gäste aus verschiedenen Bereichen des wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Lebens zusammenkamen. Der Vizepräsident des Salons, Claudius Kranz, und der Honorarkonsul Folker Zöller begrüßten die Anwesenden und hoben die Bedeutung der Veranstaltung hervor.

In ihrer Ansprache betonte Botschafterin Sakiqi die Notwendigkeit von Zusammenhalt und Kooperation in Europa, insbesondere in Zeiten globaler Krisen. „Wir haben immer davon geträumt, zu Europa zu gehören, als gleichberechtigte Partner“, erklärte sie und verwies auf die Fortschritte, die Albanien in den letzten Jahren gemacht hat. Sie erinnerte daran, dass Albanien seit 15 Jahren NATO-Mitglied ist und seit 2009 den Antrag auf EU-Mitgliedschaft gestellt hat.

Diana Pretzell, die Erste Bürgermeisterin von Mannheim, sprach ebenfalls und hob hervor, wie wichtig die Integration Albaniens und seiner Nachbarn für die Sicherheit Europas ist. Sie dankte Koleta Ejlli für ihre engagierte Organisation des Besuchs und betonte die Rolle der albanischen Gemeinschaft in Deutschland als Brücke zwischen den beiden Ländern.

Abschluss des Besuchs

Am Morgen des 20. Februar wurde die Botschafterin mit einem kleinen Frühstück verabschiedet, bei dem der Austausch in einer entspannten Atmosphäre fortgesetzt wurde. Sakiqi zeigte sich dankbar für die Gastfreundschaft und die Möglichkeit, Mannheim näher kennenzulernen. Ihr Besuch hinterließ einen bleibenden Eindruck und stellte einen wichtigen Schritt in der Förderung der bilateralen Beziehungen zwischen Albanien und Deutschland dar.

Der Besuch der Botschafterin Adia Sakiqi in Mannheim war nicht nur eine diplomatische Begegnung, sondern auch ein kultureller Austausch, der die Weichen für zukünftige Kooperationen stellte. Koleta Ejlli spielte dabei eine entscheidende Rolle und wird sicherlich auch in Zukunft eine wichtige Verbindung zwischen Albanien und Deutschland sein. Die Gespräche und Begegnungen während dieser Reise werden hoffentlich zu einer vertieften Zusammenarbeit und einem stärkeren Dialog zwischen den beiden Ländern führen.
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