Salon Diplomatique mit dem Botschafter der Republik Malta, S.E. Albert Friggieri und dem Botschafter der Republik Montenegro, S.E. Ranko Vujačić

Wir danken Dr. Lutz Demuß und dem Diplomatic Council für die Unterstützung.

Mannheim, 08.05.2017 – Als „Länder mit hohem Potenzial“ bezeichnete die Mannheimer Bürgermeisterin Dr. Ulrike Freundlieb die beiden Gastländer Malta und Montenegro. Sie begrüßte damit den Botschafter der Republik Malta und alten Bekannten in der Region, S.E. Dr. Albert Friggieri und den Botschafter von Montenegro, S.E. Dr. Ranko Vujačić. Die beiden Diplomaten folgten der Einladung von Folker Zöller, dem Honorarkonsul der Republik Frankreich in Mannheim, sowie m:con-Geschäftsführer Johann W. Wagner und Dr. Lutz Demuß. Mit rund 50 geladenen Gästen aus Politik, Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft fand der 9. Salon Diplomatique et Economique im Congress Center Rosengarten statt.

Botschafter Dr. Friggieri lobte die „freundliche Beziehung“ und die „zahlreichen Kontakte zwischen Malta und Deutschland. „Die Bunderepublik ist ein wichtiger und beständiger Partner von Malta. Deutschland hat einen großen Anteil an den Grundpfeilern von Maltas Wirtschaft. In der herstellenden Industrie sind von 200 ausländischen Firmen 55 aus Deutschland und auch im Bereich des Tourismus sind deutsche Unternehmen ganz vorne mit dabei.“ Aktuell hat Malta auch die EU-Ratspräsidentschaft inne. „In der EU zählt vor allem die Kontinuität des Ganzen. Dennoch versuchen wir vor allem bei den Themen Flucht und Migration, Sicherheit, dem Binnenmarkt, der sozialen Teilhabe, der südlichen Nachbarschaftspolitik, sowie bei allgemeinen maritimen Angelegenheiten Akzente zu setzen. Auch der organisatorische Aufwand dieser Präsidentschaft ist für ein kleines Land wie Malta eine große Herausforderung. Diese wurde bisher aber gut gemeistert und veranlasst uns, positiv in die Zukunft zu blicken.“, so Friggieri.

Der montenegrinische Botschafter Dr. Ranko Vujačić stieß einen etwas ernsteren Ton an: „Die aktuellen Prioritäten von Montenegro sind der Beitritt in die Nato und die EU. Im Falle der Nato werden wir in wenigen Monaten Mitglied sein.“ Der EU-Beitritt hingegen laufe, nach Vujačić, eher schleppend. „Wir haben einen Großteil der Anforderungen erfüllt, merken aber dennoch kein großes Interesse Seitens der EU.“ Noch sei ein Großteil der Bevölkerung für einen Beitritt, allerdings beginne diese Zustimmung „über die Zeit zu bröckeln“. Nichtsdestotrotz freue sich der Botschafter, in einer so „vielfältigen Stadt“ wie Mannheim zu sein. „Vor allem das duale Ausbildungssystem ist sehr interessant. Montenegro hat ebenfalls viele gut ausgebildete Fachkräfte und Akademiker, aber eine duale Ausbildung fehlt bislang.“ Wirtschaftlich baue man vor allem den Energiesektor und die Holzwirtschaft stark aus, so Dr. Vujačić. „Wir haben bereits jetzt einen hohen Anteil an erneuerbarer Energie, die zukünftig über ein Unterseekabel nach Italien exportiert wird. Die Energie stammt dabei nicht nur aus Montenegro, sondern aus mehreren Staaten Südosteuropas und läuft in Montenegro zusammen. Damit wird das Land zu einem wichtigen Energieknotenpunkt.“

Johann W. Wagner betonte in seinem Grußwort: „Es freut uns sehr zum bereits neunten Salon Diplomatique et Economique gleich zwei Botschafter begrüßen zu dürfen“, und auch Bürgermeisterin Freundlieb lobte die Veranstaltungsreihe für ihre klare Zielsetzung. „Durch den engen Austausch zwischen Politik und Wirtschaft, ist der Salon Diplomatique et Economique inzwischen eine feste Größe in Mannheim.“ Man freue sich, so Freundlieb, bereits jetzt auch auf die zukünftigen Begegnungen.

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