Salon Diplomatique mit dem Apostolischen Nuntius, S.E. Erzbischof Dr. Nikola Eterović

Mit seinem Besuch in Mannheim am 17.11.2017 folgte der Apostolische Nuntius, S.E. Erzbischof Dr. Nikola Eterović, der Einladung der Reiss-Engelhorn-Museen sowie des Salon Diplomatique e.V.  Mit rund 70 geladenen Gästen aus Politik, Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft konnte mit freundlicher Unterstützung des Dorint Kongresshotels Mannheim damit bereits der 13. Salon Diplomatique im Rosengarten stattfinden.

 Prof. Dr. Alfried Wieczorek, Generaldirektor der Reiss-Engelhorn-Museen, begrüßte den Apostolischen Nuntius zunächst zur exklusiven Vernissage „Porträts kirchlicher Würdenträger“ Ihrer Durchlaucht, Fürstin Gloria von Thurn und Taxis in den rem. Die Fürstin war bereits im September im Rahmen der Päpste-Ausstellung in Mannheim zu Gast und steuerte zum Abschluss der Sonderausstellung nun auch eigene Werke bei.

„Wir haben uns gemeinsam überlegt, wie man zum Abschluss der Ausstellung einen besonderen Akzent setzen kann. Mit den 25 Portraits kirchlicher Würdenträger Ihrer Durchlaucht ist uns ein ganz besonderer Kontrapunkt gelungen.“, so Wieczorek.

Die Fürstin zeigte sich erneut begeistert von Mannheim. Dass man hier den Humor habe, ihre „karikaturesken Werke“ an den Abschluss einer so hochrangigen wissenschaftlichen Ausstellung zu stellen, zeuge „von der Größe dieser Stadt.“

Im Anschluss hießen der Vorsitzende des Salon Diplomatique e.V., Johann W. Wagner, und Folker R. Zöller, französischer Honorarkonsul in Mannheim, den Botschafter und die Fürstin im Rosengarten willkommen:

„Mannheim ist eine internationale Stadt. Sie zeichnet sich auch durch ihre religiöse Vielfalt aus, die das Leben in der Stadtgemeinschaft auf besonders wertvolle Weise bereichert.“, so Wagner. „Offenheit und Toleranz sind die Basis für ein funktionierendes Miteinander.“ Nur durch die gemeinsame Zusammenarbeit und den gegenseitigen Erfahrungsaustausch könne man weiterhin erfolgreiche Konzepte entwickeln und voneinander lernen.

Auch Erster Bürgermeister Christian Specht betonte, Mannheim sei seit jeher „eine von Toleranz geprägte Stadt, in der Menschen unterschiedlicher Nation und Religion harmonisch zusammenleben.“ Der religiöse Dialog werde hier in ganz besonderer Weise gelebt: „Sowohl zwischen den christlichen Konfessionen als auch mit den anderen Religionen besteht ein reger Austausch, der von gemeinsamen Gremien und Arbeitsgemeinschaften gestützt wird.“ Nur so könne das friedliche Miteinander und das gegenseitige Vertrauen gefestigt und ein interreligiös getragenes Handeln ermöglicht werden. Daran knüpfe der Salon Diplomatique an, indem er eine hervorragende Gelegenheit zum internationalen Austausch und zur Begegnung biete, so Specht.

Der Apostolische Nuntius rief ebenfalls zu einem intensiven Dialog auf. Eine Einheit in der großen Vielfalt der Religionen sowie innerhalb des Christentums zu finden, sei nach wie vor eine große Herausforderung. Für die christliche Einheit müsse deshalb noch immer „viel gearbeitet und gebetet werden.“ Gleichzeitig unterstrich auch er die Unverzichtbarkeit der Religionsfreiheit, ohne die es keine Demokratie geben könne: „Demokratie ist ein dynamischer Prozess. Die katholische Kirche muss deshalb in ständigem Dialog mit den Städten stehen und bereit sein, für neue Situationen auch neue Lösungen anbieten zu können.“

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